Die Trade Deadline ist vorbei – und ja, wir kommen spät.
Aber manchmal lohnt es sich, den Lärm erst abklingen zu lassen, bevor man genau hinschaut.
Denn was im Vorfeld als möglicher Wendepunkt der Saison angekündigt wurde, entpuppte sich bei genauerem Hinsehen nicht überall als der große Wurf.
Die Telefone liefen heiß, Gerüchte überschlugen sich – und so mancher GM wurde bereits als Mastermind gefeiert, noch bevor überhaupt ein Trade offiziell war.
Heute, mit etwas Abstand, wirkt vieles davon… sagen wir: weniger dramatisch als gedacht.
Einige Teams haben sich verstärkt.
Andere haben bewusst Risiko genommen.
Und bei gewissen Deals bleibt die Frage offen, ob hier wirklich sauber kalkuliert wurde – oder einfach gehofft.
Die FIHL SUN BLICK Redaktion hat sich alle Trades noch einmal genau vorgenommen und liefert die Einordnung, die sich andere nicht trauen.
Wer hat clever gehandelt?
Wer hat gezockt?
Und wer hat bestochen?
New York Rangers erhalten
Boston Bruins erhalten
Dieser Deal sorgte ligaweit sofort für Diskussionen.
Mit Nikolaj Ehlers holen sich die Rangers einen explosiven Offensivspieler, der jede Defensive vor Probleme stellen kann. Dazu kommt mit Malcom Spence ein interessantes Prospect sowie zwei Draftpicks.
Boston erhält mit Vincent Trocheck einen verlässlichen Two-Way-Center – doch der Preis wirkt im Vergleich überraschend moderat.
Oder wie ein anonymer GM gegenüber der FIHL SUN BLICK süffisant bemerkte:
„Das wirkt fast wie ein großzügiges Geschenk an Boston. Da fragt man sich kurz, ob jemand die Trade-Kommission bestochen hat.“
Natürlich bleibt das eine überspitzte Formulierung – doch sie zeigt, wie erstaunt viele Manager über die Balance dieses Deals waren.
Chicago Blackhawks erhalten
Ottawa Senators erhalten
Zusätzlich enthält der Deal mehrere Future Conditions, die an die Spieleinsätze von Josh Norris gebunden sind.
Chicago geht hier ganz bewusst ein Risiko ein.
Mit Josh Norris holen die Blackhawks einen Spieler mit enormem Potenzial – allerdings auch mit einer Verletzungshistorie, die viele Teams vorsichtig werden ließ.
Sollte Norris endlich eine längere gesunde Phase erleben, könnte dieser Trade für Chicago ein Volltreffer sein.
Bleibt er jedoch erneut lange verletzt, wird man diesen Deal in Illinois vermutlich kritisch hinterfragen.
Mit Max Domi kommt zudem ein Spieler der… okay einfach Max Domi,
Ottawa hingegen erhält mit Taylor Hall und Jonathan Marchessault zwei erfahrene Offensivspieler, die sofortige Verstärkung für den Playoffkampf darstellen.
Von Seiten der FIHL SUN BLICK daher auch ein kurzer Gruß an die beiden ehemaligen Hawks:
👉 Viel Erfolg in den Playoffs, Hall und Marchessault.
Calgary Flames erhalten
Utah Mammoth erhalten
Dieser Trade wirkt auf den ersten Blick überraschend klar zugunsten von Calgary.
Mit MacKenzie Weegar verliert Calgary zwar einen stabilen Verteidiger, doch die Flames sichern sich gleich zwei Second-Round-Picks, Defender Olli Määttä sowie Prospect Jonathan Castagna.
Utah hingegen setzt darauf, dass Weegar sofort defensive Stabilität bringt und im Saisonendspurt eine wichtige Rolle übernimmt.
Interessant ist dabei jedoch ein Punkt:
Sowohl dieser Trade als auch der zuvor analysierte Norris-Deal der Blackhawks wirken für viele Beobachter der Liga auf den ersten Blick sehr einseitig.
Doch genau hier liegt die Spannung.
Denn am Ende könnte es durchaus sein, dass ausgerechnet Utah wieder allen davonläuft.
Wir wissen schließlich, wo Utah aktuell in der Tabelle steht.
Wir wissen auch, wie dieser Kader auf dem Papier aussieht.
Und trotzdem spielt dieses Team wieder ganz oben mit.
Vielleicht lacht am Ende also doch wieder Utah vom Thron auf die Liga herunter. 😏😉
Calgary Flames erhalten
Dallas Stars erhalten
Ein klassischer Star-für-Star-Tausch – mit klar unterschiedlichen Risiken.
Dallas holt sich mit Jonathan Huberdeau einen Spieler mit nur noch einem Jahr Vertrag, dafür aber eine hochkarätige Verstärkung für die Playoffs. Hier geht es klar um den sofortigen Push – Max Effort für den Titel.
Calgary hingegen bekommt mit Tyler Seguin einen Spieler mit 3 Jahren Restlaufzeit, aktuell jedoch nach Kreuzbandriss verletzt.
Man setzt hier offensichtlich auf die Zukunft – und hofft auf eine starke, vor allem verletzungsfreie nächste Saison.
Ein Ansatz, der gewisse Erinnerungen weckt… man denke nur an den Norris-Poker. 😏
Boston Bruins erhalten
Los Angeles Kings erhalten
Ein klassischer Prospect-Deal.
Ein First-Round-Pick für einen ehemaligen First-Round-Spieler – mehr oder weniger ein Tausch von Zukunft gegen Zukunft.
Die Kings setzen auf das Potenzial von Cole Eiserman, während Boston sich mit dem Pick maximale Flexibilität sichert.
Kein Blockbuster – aber ein Move, der sich erst in ein paar Jahren wirklich bewerten lässt.
Doch neben all den Trades gab es auch eine Geschichte, die viele Beobachter der Liga nachdenklich zurücklässt.
Der erfahrene Goalie Marc-André Fleury, aktuell bei den Chicago Blackhawks, fand zur Trade Deadline keinen neuen Arbeitgeber.
Und das sorgt durchaus für Diskussionen.
Wir sprechen hier nicht über irgendeinen Backup oder einen alternden Journeyman.
Wir sprechen über einen Goalie, der über Jahre hinweg zu den Gesichtern der Liga gehörte.
Und es ist allgemein bekannt:
👉 Dies ist seine letzte FIHL-Saison.
Viele hatten erwartet, dass ein Contender zumindest einen späten Pick investieren würde, um sich die Erfahrung und Ruhe eines Spielers dieses Formats ins Team zu holen.
Doch stattdessen passierte – nichts.
Kein Angebot.
Kein Abschiedstrade.
Keine letzte Chance auf eine gemeinsame Playoff-Reise.
In den Augen vieler Beobachter wirkt das schlicht respektlos.
Ein Spieler, der so viel für diese Liga getan hat, hätte zumindest die Möglichkeit verdient, seine letzte Saison vielleicht noch einmal bei einem Contender zu beenden.
Doch die Realität der FIHL kann manchmal gnadenlos sein.
Und so bleibt „The Flower“ wohl dort, wo er aktuell steht:
In Chicago.
Mit einer letzten Saison –
und vielleicht einer letzten Chance, die Liga noch einmal daran zu erinnern, warum sein Name so lange Respekt ausgelöst hat.
🍁📰 Toronto und der Preis der Realität
Toronto versuchte zur Deadline mehrfach, Timothy Liljegren zu traden – ohne Erfolg.
Nicht wegen fehlendem Interesse, sondern wegen der Preisvorstellungen.
Diese bewegten sich laut Ligakreisen einmal mehr im Bereich von „Fantasy-Preisen“.
Für einen soliden, aber keineswegs herausragenden Verteidiger schlicht zu viel.
Das Resultat:
👉 Kein Deal.
👉 Kein Abnehmer.
Der Markt hat gesprochen – und er ist bekanntlich nicht vergesslich. 😏
Nach allen bestätigten Trades bleibt ein gemischter Eindruck zurück.
Einige Teams wagten Risiko.
Andere sammelten Draftkapital.
Wieder andere versuchten, kurzfristig für die Playoffs nachzurüsten.
Doch der ganz große Deadline-Knall blieb aus.
Oder wie es GM Pfister bereits treffend zusammenfasste:
👉 „Viel Rauch um nichts.“
Trotzdem könnten mehrere dieser Deals erst in den kommenden Monaten ihre wahre Bedeutung zeigen.
Denn wie so oft in der FIHL gilt:
Nicht jeder Trade entscheidet eine Saison –
aber manche entscheiden die Zukunft einer Franchise.
🔥 THE FIHL SUN BLICK 🔥
Wir berichten, wenn andere schweigen.